FDP schlägt eine neue Nutzung für das Areal der „Dunklen Platte“ vor.

Wie aus der lokalen Presse hervorgeht, ist die Schließung der Wertstoffannahmestelle „Dunkle Platte“ zum 1. Januar 2020 beschlossen worden und mittlerweile erfolgt. Da der Reinheimer Bürgermeister und seine Kollegen der Nachbargemeinden, die die Deponie bisher betrieben, eine weitere Nutzung dieses Geländes als Deponie ausschließen, schlägt der FDP- Stadtverordnete Gerd Jeromin vor, dass der Reinheimer Magistrat - gemeinsam mit der Forstverwaltung - Maßnahmen vorbereitet, um die vorhandene Deponie- Fläche als Naturparkplatz einzurichten, damit die Reinheimer Bevölkerung einen weiteren Zugang zum Reinheimer Stadtwald erhält. Die darüberhinausgehende ungenutzte Fläche sollte rekultiviert werden. Im Hinblick auf die zunehmende Bedeutung des Erholungswertes des Stadtwaldes – insbesondere auch im Zusammenhang mit dem für Reinheim ausgerufenen Klimanotstand, müssen der Reinheimer Bevölkerung mehr Naherholungsbereiche angeboten werden. Der Parkplatz könnte Ausgangspunkt für mehrere auszuschildernde Rad- und Wanderwege im Reinheimer Stadtwald und den angrenzenden Waldgebieten der benachbarten Gemeinden sein. Da auch der im Radwegeplan des Landkreises Darmstadt/Dieburg zwischen dem Ober-Ramstädter Stadtteil Hahn und Reinheim geplante Radweg in unmittelbarer Nähe dieses Areals verläuft, wäre auch für Radfahrer eine Zufahrt zum Stadtwald von diesem Naturparkplatz aus möglich.

FDP Reinheim schlägt Maßnahmen zum Klimaschutz bei gleichzeitiger Verkehrsentlastung und Bereinigung der Parkplatzsituation in der Innenstadt vor

Maßnahmen zu Klimaschutz verlangen die Reduzierung und Verlagerung des PKW-Individualverkehrs hin zur „Schiene“. Diese Maßnahmen lassen sich in Reinheim unter den gegebenen Verhältnissen nicht umsetzen, weil in Bahnhofsnähe nicht ausreichend Parkflächen zur Verfügung stehen, wo die Pendler aus den Reinheimer Stadtteilen und den Nachbargemeinden ihre Kraftfahrzeuge abstellen können, um danach ihren Weg mit der Eisenbahn fortzusetzen. Dies führt zurzeit zu zahlreichen Beschwerden von Anliegern in Bahnhofsnähe, weil in deren Wohnstraßen die Kfz-Stellplätze von Pendlern zugestellt werden.

Darüber hinaus ist es aber auch wünschenswert, dass im Zusammenhang mit dem für Reinheim ausgerufenen Klimanotstand alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, Kfz-Verkehr aus dem Kernstadtbereich fernzuhalten, um die CO2-Belastung für die Innenstadtbewohner zu reduzieren.

Bei Wiedereinrichtung eines Haltepunktes auf der VIAS-Strecke zwischen Reinheim und Ober-Ramstadt im Bereich der Gemarkung Dilshofen - mit gleichzeitiger Einrichtung eines Park- & Ride-Parkplatzes in Nähe dieses Haltepunktes, der über eine noch zu schaffende Zuwegung von der B38-Umgehungsstraße erreicht werden könnte, wäre eine Bereinigung der Parksituation bei gleichzeitiger Verringerung der CO2-Belastung der gesamten Innenstadt durch parkplatzsuchende Pendler gegeben.

Bereits vor Jahren befasste sich die FDP-Reinheim mit diesem Thema und prüfte vor Ort in Dilshofen mit dem damaligen FDP-Landtagsabgeordneten und heutigen Fraktionssprecher der FDP-Kreistagsfraktion Wilhelm Reuscher die Realisierungsmöglichkeiten und verglich diese – ebenfalls vor Ort – mit dem damals neu eingerichteten VIAS-Haltepunkt „TU-Lichtwiese“ und dessen Nähe zum Haltepunkt „DA-Ostbahnhof“.

Der Vergleich ergab, dass beide Situationen gleichwertig sind. Durch die Schaffung eines P&R-Parkplatzes in Dilshofen könnte gleichzeitig für weitere Pendler, die heute die B38-Umgehungsstraße mit ihren PKWs benutzen, ein Anreiz geschaffen werden, auf den ÖPNV umzusteigen.

Aus den vorstehenden Gründen fordert der FDP-Stadtverordnete Gerd Jeromin den Magistrat der Stadt Reinheim auf, gemeinsam mit den Verkehrsbetrieben, dem Landkreis Darmstadt/Dieburg, dem Land Hessen sowie mit den für den Straßenbau zuständigen Behörden zu prüfen, ob auf der Odenwald-Eisenbahnlinie Reinheim - Ober-Ramstadt ein schon in der Vergangenheit bereits vorhandener Haltepunkt auf diesem Streckenabschnitt wiedereingerichtet werden kann, mit dem Ziel, in dessen Umgebungsbereich einen Park & Ride-Parkplatz einzurichten, um den Pendlerverkehr aus der Reinheimer Kernstadt zu reduzieren und die Parkplatzsituation im Bereich des Reinheimer Bahnhofs zu entzerren.

Mit dieser Maßnahme wäre nicht nur eine Verbesserung der Lebensqualität der Kernstadtbewohner, sondern auch eine Verbesserung der Öko-Bilanz für unseren gesamten Stadtbereich verbunden.

Rede des FDP-Stadtverordneten Gerd Jeromin zum Haushaltsplan 2020

In der Stadtverordnetenversammlung am 03.12.2019 hat unser Stadtverordneter Gerd Jeromin zum Haushaltsplan 2020 gesprochen.

Die vollständige Rede können Sie direkt hier als pdf öffnen.

Maßnahmen für den Klimaschutz sind vor Ort nötig - das ist doch kein Notstand!

Unter dem Eindruck der aktuellen Klimadebatte wurde auch in Reinheim der „Klimanotstand“ ausgerufen. Damit soll Reinheim verpflichtet werden, dem Klimaschutz bei allen Entscheidungen von Politik und Verwaltung höchste Priorität einzuräumen.

Die Freien Demokraten in Reinheim sprechen sich gegen die Ausrufung eines „Klimanotstandes“ aus. Die Begrifflichkeit „Notstand“ eignet sich nach unserer Ansicht nicht für die Feststellung, dass dringender Handlungsbedarf notwendig ist.

Anstatt der Ausrufung des „Klimanotstandes“ hätte die Stadtverordnetenversammlung in einem Grundsatzbeschluss fordern können, dass ab sofort die Auswirkungen auf das Klima bei allen Entscheidungen der Stadt berücksichtigt werden müssen und Lösungen vorgeschlagen werden, die sich in Übereinstimmung mit den Zielen der Agenda 2030 des Pariser Abkommens positiv auf den Klima-, Umwelt- und den Artenschutz sowie den Ressourcenverbrauch auswirken. In diesem Zusammenhang fordert der FDP-Ortsverband Reinheim, die Ziele der Agenda 2030 auf kommunaler Ebene noch intensiver zu verfolgen.

Der geringe Anteil Deutschlands an den globalen CO2-Emissionen entbindet uns keineswegs von der Verantwortung, die wir als eine der größten Volkswirtschaften der Welt haben. Das bei Entscheidungen zu berücksichtigen, ist genauso verantwortungsbewusst, wie die finanziellen Folgen der Entscheidungen für den Haushalt zu bedenken oder zu beurteilen, ob sie sozialverträglich sind.

Ein liberales Klimaschutzkonzept baut nicht auf Verbote und Sanktionen, sondern setzt auf die innovative Kraft unserer sozialen Marktwirtschaft.

Zugleich erreichen wir - durch die systematische Verringerung der Zertifikate analog zu den eingegangenen Verpflichtungen zum Klimaschutz - mit unserem Konzept mit Sicherheit die politischen Ziele.

Als Konkrete Maßnahmen fordern wir Freie Demokraten in Reinheim:

Maßnahmen der Kommunalverwaltung

Maßnahmen im Bereich Energie und Versorgung

Maßnahmen im Verkehr

Dem FDP-Ortsverband ist klar, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen mit Blick auf die finanziellen und personellen Ressourcen nicht alle sofort angegangen werden können. Jedoch könnte geprüft werden, ob sich nicht Chancen im Rahmen von interkommunaler Zusammenarbeit ergeben.

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